Solarthermie im Unternehmen

In industriellen Unternehmen fallen ca. 66% des Gesamtenergiebedarfs für Prozesswärme  an. Der Verbrauch von Ressourcen wie Öl und Gas ist dabei enorm und eine kostspielige Angelegenheit für Unternehmen. Durch solarthermische Anlagen wird nicht nur ein umweltbewusster und verantwortungsvoller Umgang mit diesen Rohstoffen gepflegt, sondern auch finanzielle Einsparungen bei Heizungs- und Warmwassersystemen und bei der Bereitstellung von solarer Prozesswärme ermöglicht.

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Der wirtschaftliche Einsatz von Solarthermie in Unternehmen wird einerseits durch permanente Neu- und Weiterentwicklungen ermöglicht, woraus Preissenkungen der Komponenten und Effizienzsteigerungen resultieren. Andererseits tragen die steigenden Kosten für konventionelle Energieträger zur Wirtschaftlichkeit von solarthermischen Anlagen in Betrieben bei.

Einige Branchen profitieren besonders vom Einsatz erneuerbarer Energien, im Speziellen von der Erzeugung solarer Prozesswärme. In der Getränke-, Textil- und Metallindustrie ist die Verwendung von Solarenergie ebenso gut denkbar wie im Bereich der Oberflächenbehandlung und für die Chemie- und Papierindustrie. Aber auch andere Industriezweige können die Sonnenenergie für sich vorteilhaft nutzen – für die Findung der optimalen Anwendungsmöglichkeiten von Solarthermie im Unternehmen für sämtliche Bereiche müssen in jedem Fall die individuellen Gegebenheiten vor Ort geprüft werden.

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Solare Prozesswärme

Thermische Solaranlagen zur solaren Prozesswärme werden zur direkten Wärmebereitstellung im Fertigungsprozess eingesetzt. Solare Prozesswärme meint somit die Nutzung von thermischer Sonnenenergie zur Erzeugung von Wärme oder Kälte für Prozesse in Gewerbe- und Industriebetrieben. Dort wird vorzugsweise ein Temperaturniveau unter 100°C benötigt. Anwendung findet dies beispielsweise beim Waschen, Reinigen und Temperieren von Bädern und Kesseln, beim Trocknen von Produkten und Vorwärmen von Speisewasser oder Prozessstoffen. Die kostenfreie Wärme von der Sonne ersetzt auch hier in der Regel die Wärmeerzeugung mit konventionellen Energieträgern wie Erdgas, Heizöl, Fernwärme oder Strom und senkt damit die Betriebskosten. Dabei muss nicht zwingend der gesamte Prozesswärmebedarf über die solarthermische Anlage gedeckt werden. Eine anteilige Substitution oder eine solare Vorwärmung kann ebenso sinnvoll sein. Für solare Prozesswärmeanwendungen werden häufig große Kollektorflächen und angepasste Speichervolumina benötigt.

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Referenzanlage Lindner AG(Anlage: Lindner AG)

Heizungsunterstützung

Anlagen zur Heizungsunterstützung werden zur direkten Beheizung von Büro-, Produktions- und Lagerräumen eingesetzt. Vielmals erfolgt die Anlagenkonfiguration als Kombination aus Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung. In Abhängigkeit zum benötigten Wärmebedarf und der Anlagenkonfiguration, können derartige Systeme eine solare Deckung für Warmwasser bis zu 100 % und für Heizungsunterstützung bis zu 70 % ermöglichen. Heizungsunterstützende Systeme und Kombianlagen zeichnen sich durch größere Speichervolumina und entsprechend angepasste Kollektorflächen aus. Solche Systeme finden beispielsweise Anwendung in Bürogebäuden, Lagerräumen und Fertigungshallen. [Bild]

Warmwasserunterstützung

Anlagen zur Warmwasserbereitung werden ausschließlich zur Bereitstellung von Trinkwarmwasser in einem definierten Temperaturniveau installiert. In Abhängigkeit zum benötigten Warmwasserbedarf und der Anlagenkonfiguration, können derartige Systeme eine solare Deckung bis zu 100 % ermöglichen. Warmwasseranlagen zeichnen sich oftmals durch kleinere Speichervolumina und optimale Kollektorfläche aus. Sie sind beispielsweise in sozialen Einrichtungen, Sanitärräumen in Betrieben, Pflegeheimen und Krankenhäusern sinnvoll nutzbar. [Bild]

Kosten und Förderung

Die Kosten für eine solarthermische Anlage sind abhängig von den folgenden Faktoren: Anlagengröße, Anlagenkonzept, verwendete Komponenten und Installationsaufwand.

Wirtschaftlichkeitsberechnungen müssen für jedes Unternehmen individuell angefertigt werden, wobei die Berücksichtigung von verschiedenen Szenarien notwendig ist.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) übernimmt administrative Aufgaben des Bundes im Bereich der Energie, Außenwirtschaft und Wirtschaftsförderung. Durch Inventionszuschüsse für Solarthermieanlagen wird die Umstellung auf erneuerbare Energien gefördert.

Über die BAFA-Förderung, welche zum 15. August 2012 deutlich angehoben wurde, können Sie sich auf der Website http://www.bafa.de genauer informieren. Hier erhalten Sie eine Übersicht über die Förderung von Solarthermie für Industriekunden:

Übersicht der Förderung von Solaranlagen für Industriekunden

Maßnahme

Förderung

 

Basisförderung

Innovationsförderung

Prozesswärme

bis 20 m²

90 €/m², mindestens 1.500 € -
20 m² bis 1.000 m² bis 50 % der Nettoinvestitionssumme

Warmwasserbereitung
20 m² bis 100 m²

-

90 €/m²
(bis zu 9.000 € sind möglich)

Kombination Warmwasser- und Heizungsunterstützung

 

16 m² bis 40 m²

1.500 €

-

bis 16 m²

90 €/m²

-

über 40 m²

3.600 € + 45 €/m² über 40 m²

-

20 m² bis 100 m²

-

180 €/m²
(bis zu 18.000 € sind möglich)

(Stand 18.10.2013)